DIE MITTWOCHE DER ARCHITEKTUR

In Straßburg

Cinéma Odyssée

3, rue des Francs-Bourgeois
03 88 75 10 47
http://www.cinemaodyssee.com

In Mulhouse

Cinéma Bel Air

31, rue Fénélon
+33 (0)3 89 44 84 84
www.cinebelair.org

Saisonstart 2016/17 in Straßburg
Mittwoch 26/10/2016
20h30

Mulholland Drive – Straße der Finsternis
David Lynch
USA, 2001, 146’

Es scheint so, als würde Betty (Watts) ihrer Zufallsbekanntschaft Rita (Laura Elena Harring) dabei helfen, das Geheimnis ihrer Totalamnesie zu ergründen. Es ist, als ob ihre Spurensuche sich zum gefährlichen Trip in die Abgründe der Traumfabrik entwickelt. Lynch überlässt es freilich jedem selbst, sein surreales Thriller-Labyrinth zu deuten. Falls Sie sich dabei so beklommen fühlen wie in einem unfreiwillig faszinierenden Albtraum, hat er womöglich sein Ziel erreicht. Aber was wissen wir schon?
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Saisonstart 2016/17 in Mulhouse
Mittwoch 12/10/2016
20h00

Bordeaux 2046
3 Kurzfilme von Nicolas Michelin
Frankreich

„Ich habe nicht erwartet, einen Film für Agora 2010 zu machen
und mich mit dem Thema der Zukunft von Bordeaux durch eine
Fiktion zu beschäftigen. Ich wollte die Stadt kartographisch
erfassen. Aus Zeitgründen habe ich mich schließlich für eine
Fiktion über Bordeaux im Jahr 2046 entschieden. Eine verrückte
Herausforderung, denn ich hatte noch nie einen Film gedreht.
Ich wusste genau, was ich wollte: eine Schauspielerin und eine
Off-Stimme.“
Der Regisseur und Architekt Nicolas Michelin wird seine Filme
vorstellen.

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Mittwoch 23. November

Mountains may depart

Jia Zhang Ke

China, 2015, 146′

Eine junge Frau bricht ihrem Partner das Herz, als sie einen reichen Minen-Besitzer heiratet. Jahre später kehrt die geschundene Seele wieder in ihre Heimatstadt zurück und findet ihre ehemalige Freundin geschieden und verarmt vor, überfordert mit der Erziehung ihres Kindes…

Film in französischer Sprache.

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Mittwoch 9. November

Aquarius

Kleber Mendonça Filho

Brasilien, 2016, 140′

Clara (Sônia Braga) ist eine 65-jährige Frau, die voller Wissen steckt und als Literatur- und Musikkritikerin arbeitet. Doch die Witwe und Mutter dreier Kinder trägt noch ein weiteres Geheimnis in sich, von dem nur sehr wenige Menschen wissen: Sie besitzt die Gabe, durch die Zeit zu reisen, was sich für sie sowohl als Vor- als auch als Nachteil entwickeln kann…

Film in französischer Sprache

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Mittwoch 7. Dezember

Zero Dark Thirty

Kathrin Bigelow

USA, 2013, 149′

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beginnt die Jagd nach der Führungsspitze der Al-Qaida. Osama Bin Laden soll gefunden und für seine Taten bestraft werden. Die Elite-Truppe “Navy Seals Team 6”, bestehend aus einer Spezialeinheit des CIA und Angehörigen des Militärs, soll den Terroristen finden. Die Spezialeinheit gilt als eine der besten der Welt. Koordiniert werden die Einsätze von der CIA-Analystin Maya (Jessica Chastain). Sie agiert aus dem Hintergrund und hat große Verantwortung zu tragen. Das Team hält sich in Abbottabad in Pakistan, an der Grenze zu Afghanistan, auf. In der Nähe wird der Aufenthaltsort Bin Ladens vermutet. Gleichzeitig wird weltweit und verdeckt ermittelt. Letztendlich kommt es zu einer Festnahme. Die spektakulären Bilder werden international übertragen und halten die gesamte Welt in Atem.

Achtung: FSK 16.

Film in französischer Sprache.

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Mittwoch 14. Dezember

Die Philharmonie von Paris, ein musikalischer Traum

Thmoas Briat

Frankreich, 2014, 53′

Der Orchestermeister Pierre Boulez wollte Paris mit einem Konzerthaus schmücken, dass den anderen Haupstädten der Welt ebenbürdig ist: Die berliner Philharmonie, die Suntory Hall in Tokyo oder die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. 2006 gaben der Staat und die Stadt Paris grünes Micht für den Bau der Philharminie im parc de la Vilette. Dieses architektonische Projekt, welches die Handschrift von Jean Nouvelle trägt, ist mit den neuesten akkustischen Innovationen ausgestattet. Es soll zur Demokratisierung der Musik beitragen.

Film in französischer Sprache.

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Mittwoch 11. Januar

Sicario

Denis Villeneuve

USA, 2015, 122′

Die Grenze zwischen Mexiko und dem US-amerikanischen Bundesstaat Arizona ist schon seit Jahren vom Drogenkrieg geprägt. Die junge FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) schließt sich einer internationalen Einsatztruppe an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem lokalen Drogenhandel endlich Einhalt zu gebieten. Doch schon ihr erster Einsatz in dem gefährlichen Grenzgebiet läuft völlig aus dem Ruder, als die Überführung eines Gefangenen in einem brutalen Hinterhalt endet. Mit der Hilfe des ebenso geheimnisvollen wie erbarmungslosen Söldners Alejandro (Benicio Del Toro) kommt Kate aber mit dem Leben davon. Bei der nächsten Operation trifft sie wenig später erneut auf Alejandro und seine Spezialeinheit, die jedoch, wie ihr bald klar wird, ganz eigene Ziele zu verfolgen scheinen. So dauert es nicht lang, bis die Grenzen zwischen Freund und Feind verwischen und Kate sich mehr und mehr fragt, wem sie eigentlich noch vertrauen kann.

Achtung: FSK 16

Film in französischer Sprache

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Mittwoch 11. Januar

Sud Eau Nord Déplacer

Antoine Boutet

Frankreich-China, 2015, 110′

Le Nan Shui Bei Diao – Süd Wasser Nord Transfer – ist das
größte Wassertransferprojekt der Welt zwischen dem Süden
und dem Norden Chinas. Auf den Spuren einer Nationalbaustelle
zeichnet der Film die bewegte Kartographie eines von
Ingenieuren geschaffenen Gebiets, in welchem der Zement die
Ebenen schlägt, die Flüsse ihr Bett verlassen, die Wüsten zu
Wäldern werden und sich nach und nach Stimmen erheben,
die Gerechtigkeit und Mitsprache fordern. Während sich die
Materie zersetzt und die Individuen alarmiert sind, setzt sich eine
unnatürliche Science-Fiction-Landschaft neu zusammen.

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Mittwoch 25. Januar

Im Zeichen des Bösen

Orson Wells

USA, 1958, 95′

Der ausgesprochen atmosphärische Thriller handelt von dem mexikanischen Drogenbeamten Ramon Miguel Vargas (Charlton Heston), der vorzeitig aus seinen Flitterwochen in den Dienst zurückkehren muss, um den Mord an einem amerikanischen Bauunternehmer aufzuklären. Getötet von einer Autobombe, kam er auf der amerikanischen Seite der Grenze ums Leben. Doch für Vargas besteht kein Zweifel, dass die Bombe in Mexiko angebracht wurde. Als er den korrupten Polizei-Captain Hank Quinlan (Orson Welles), der die Ermittlungen von US-Seiten aus leitet, dabei erwischt, wie er einem mexikanischen Jungen Beweismaterial unterschieben will, nimmt er Quinlans frühere Fälle genauer unter die Lupe. Gerade als er dem Verräter auf die Schliche gekommen zu sein scheint, wird seine Frau Susie (Janet Leigh) von der kriminellen Grandi-Familie aus Mexiko City bedroht. Die Grandis wittern nämlich die optimale Gelegenheit, den nervigen Drogenbeamten Vargas endlich unter Druck zu setzen … oder ihn und seine Liebsten gleich ganz unter die Erde zu befördern…

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Mittwoch 8. Februar

Ronchamp, un risque pour la vie – Ronchamp, une colline habitée

Isabelle Brunnarius & Laurent Brocard

Frankreich, 2012, 53′ & 26′

Es ist eine unglaubliche Geshcichte … Die Nonnen von Clarisses in Besançon haben alles hintersich gelassen um in Ruhe und zurückgeszogen zu leben. Sie verkauften ihr Kloster um einen internationalen Orden zu gründen am Fuße der Kapelle von Ronchamp, dem Meisterwerk Le Corbusiers.Renzo Piani, ebenfalls ein weltbekannter Architekt, erschuf für Sie das Kloster des 21. Jahrhunderts. Während 5 Jahren haben wir dieses ungewöhnliche Zusammentraffen des Stararchitekten mit den Ordensschwestern begleitet.

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Mittwoch 1. März

Architektur des Untergangs

Peter Cohen

Schweden, 1989, 140′

Die Nazi-Ideologen versuchten, das Dritte Reich als “Gesamtkunstwerk” zu etablieren. Dazu gehörten der bildhauerische Kitsch von Arno Breker, die gigantomanische Architektur eines Albert Speer und die Verdammung so genannter “entarteter Kunst”. Sogar die Judenvernichtung und Euthanasie wurden als “Programm zur Wiedergewinnung der Schönheit” verkauft. Betont sachlich deckt Dokumentarfilmer Peter Cohen den Widerspruch zwischen geistiger Dürftigkeit und pompösem Anspruch auf.

Film mit anschließender Diskussion, moderiert von Daniel Payot, Philosophieprofessor der Universität Strasbourg und ehemaliger stellvertretender Kulturbürgermeister Strasbourgs.

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Mittwoch 8. März

Der Schläfer

Woody Allen

USA, 1973, 89′

Reformhausbesitzer Miles Monroe wollte sich eigentlich nur ein Furunkel wegschneiden lassen. Kein Wunder, daß er alle Ärzte verflucht, als er erst 200 Jahre später wieder aus der Narkose erwacht. Üblerweise ist das Amerika des 22.Jahrhunderts ein perfekter Polizei- und Überwachungsstaat. Sex, und das trifft Miles Monroe am meisten, gibt es in dieser Welt nicht mehr – dafür eine Orgasmus-Maschine. Und kaum ist er sich seiner Lage bewußt, gerät er auch schon in die Auseinandersetzung mit der revolutionären Bewegung, die in ihm ihren Führer sieht. Aber auch die Schergen des Systems wollen sich des unliebsamen Besuchers aus der Vergangenheit annehmen.

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Mittwoch 5. April

La Sapienza

Eugène Green

Italien, 2015, 104′

Aliénor und Alexandre, ein Ehepaar, das den Sinn ihres gemeinsamen Lebens wiederfinden möchte, sowie die Geschwister Goffredo und Lavinia treffen sich in Stresa in der italienischen Provinz.

Eintritt 6€

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Mittwoch 24. Mai

Tonnerre

Guillaume Brac, Frankreich, 2013, 100′

Um in Ruhe sein neues Album aufzunehmen reist der Musiker Maxime nach Tonnerre. Doch kaum angekommen trifft er dort auf die 21-jährige Mélodie und verliebt sich wahnsinnig in sie.

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Abschluss der Saison

Mittwoch 8./15. Juni

Sagrada

Stephan Haupt, Schweiz, 2014, 89′

Sagrada präsentiert die Sagrada Família in ihrer Geschichte, aber auch ihre heutigen Probleme und Ereignisse wie den Besuch des Papstes im Jahr 2012, und er portraitiert vor allem diejenigen, die an der Kathedrale mitwirken: Architekten, Künstler, Restauratoren und die Arbeiter, die der bisherigen Kirche das Stahlgerüst ihres noch fehlenden Hauptturms aufsetzen. Der Film erzählt vom ersten Grundriss und den ersten Plänen, konzentriert sich aber auf den Bau von Antoni Gaudí, der uns heute so geläufig ist. Und damit erzählt Sagrada auch aus dem Leben des Künstlers und Architekten Antoni Gaudí, der wie kein Anderer in Barcelona seine Spuren hinterlassen hat. Die Sagrada Família ist sein größtes Unterfangen gewesen, aber auch sein Herzprojekt, das ihn bis zu seinem Tod im Jahr 1926 nicht losgelassen hat.

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Mittwoch 12. April

Paris- Berlin: der Schock

Frédéric Wilner

Frankreich, 2015, 52′

Der vierteilige Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des architektonischen Wettstreits zwischen zwei europäischen Metropolen. 850 Kilometer voneinander entfernt, haben sich Paris und Berlin in einer Mischung aus Faszination und Argwohn, Feindschaft und Kritik gegenseitig städtebaulich geprägt. Mit Luftaufnahmen, 3D-Animationen und Interviews mit Historikern und Stadtplanern zeigt Filmautor Frédéric Wilner das gestalterische Wechselspiel der beiden Hauptstädte von 1650 bis heute.

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Mittwoch 10. Mai

Un architecte dans le paysage

Carlos Lopez

Schweiz, 2009, 60′

Zwischen Landschaft und moderner Kunst bleibt die Arbeit des Genfer Architekten Georges Descombes verborgen. In der Landschaftsszene, vor allem der Vereinigten Staaten und den Niederlanden, hoch geschätzt hält er jedoch einen gewissen Abstand zur aktuellen Architekturszene. In dem Film begibt sich der Zuschauer mit dem Architekten selbst auf die reise und entdeckt dessen Werk in der Schweiz und Europa. Auf der Strecke begegnen wir einigen seiner Wegbegleiter, unter anderem dem niederländischen Architekten Herman Hertzberger und dem französischen Landschaftsarchitekten Michel Corajoud.

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